Ausstellung

 

1913: Die Brücke und Berlin
8. September - 2. Dezember 2018


„Die Zeit, in der wir leben, ist wohl die anregendste und erregendste, die je dagewesen ist.” So beschreibt der Mediziner und Publizist David Sarason das Lebensgefühl des Jahres 1913. Für die Künstlergruppe Brücke bedeutet es das Ende ihrer Zusammenarbeit. Nach Zerwürfnissen rund um die geplante Chronik der Künstlergruppe Brücke löst sich die Gemeinschaft im Mai 1913 in Berlin auf.
Die Ausstellung 1913: Die Brücke und Berlin entfaltet ein Kaleidoskop dieses ereignisreichen Jahres. Ausgehend von den Künstlern Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein spürt die Ausstellung den Inspirationen und Narrativen der Großstadt nach. Motive aus Varieté, Zirkus, Film und Literatur lassen ein dichtes Netzwerk erkennen, in dem die Künstler wirkten. Von den vielfältigen Erfahrungen in der Großstadt Berlin zeugen Kirchners rasch gefertigte Skizzen des belebten Potsdamer Platzes, Heckels Porträts der Filmschauspielerin Asta Nielsen oder die Cafészenen von Schmidt-Rottluff.

1913 steht für einen besonderen Zeitgeist und beschränkt sich nicht auf ein Kalenderjahr. Die Ausstellung schaut aus einer zeitgenössischen Perspektive auf diesen historischen Augenblick und zeigt vertraute ebenso wie weniger bekannte Werke der Sammlung des Brücke-Museums.

Begleitend erscheint eine Zeitung (dt./engl.), die in Zusammenarbeit mit dem Journalisten und Buchautor Florian Illies entsteht.

 Ausstellung 1967

Ersteinrichtung des Brücke-Museums, 1967
Foto: Ingeborg Lommatzsch